Vereinschronik
Ein Blick in die Geschichte des Tambourcorps Meggen...
Im Jahr 2007 blickt das Tambourcorps Meggen auf sein 105 jähriges Bestehen mit einem großen Musikfest mit zahlreichen befreundeten Vereinen...Damit ist das Tambourcorps einer der ältesten und traditionsreichsten Vereine im Ort Meggen und von dort mit Sicherheit nicht mehr wegzudenken!
Über die ersten Anfänge und die Gründung des Tambourcorps
Anfang des 20. Jahrhunderts...
Leider gibt es über diese Zeit nur sehr wenig zu berichten. Das liegt aber unter anderem daran, dass die früheren Kameraden mehr musiziert und weniger geschrieben haben müssen. Nach ersten, nachträglich überlieferten Aufzeichnungen waren es vier Männer des damals schon bestehenden Turnvereins, die im Jahre 1902 als Spielleute in die Öffentlichkeit traten.
Es waren die Trommler Franz Niggemeier und Heinrich Hoberg, sowie die Flötisten Wilhelm und Jakob Hofmeister. Erst im Jahre 1904 übernahm dann Fritz Hammelmann die Truppe als erster Tambourmajor Meggens.
Die Chronik des Turnvereins berichtet, dass 1905 auch die Musik Einlass in den Turnverein fand, da ein Tambourcoprs mit 6 Personen gegründet wurde. Als Josef Hoffmann vom aktiven Wehrdienst zurück kam und die Führung und Ausbildung der kleinen Truppe übernahm, schloss man sich 1907 der freiwilligen Feuerwehr an, was bis heute noch bestand hat.
Das älteste Foto des Vereins zeigt den Meggener Schützenzug 1910 in der Kurve beim Gasthaus "Zum Landtag". Zu erkennen waren 4 Trommler in weißen Hosen, Schwalbennester waren auf normale Jacketts genäht und als Kopfbedeckung dienten Studentenmützen.
Ein anderes Foto zeigt einige Musiker ohne Uniform 1922 mit Tambourmajor Albert Reuker (genannt "Puppchen")
Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und eine Kriegspause...
Nach dem ersten Weltkrieg schloss die Truppe sich dem Kriegerverein an. Ein Foto zeigt Tambourmajor Fritz Hammelmann mit zwei Trommlern, drei Flötisten und einem Pauken- und Beckenschläger beim Karnevalszug.
In den dreißiger Jahren half die Knappenuniform den Spielleuten als Kleidung, die Gleichschaltung in der damaligen Zeit etwas aufzuhalten; verhindert werden konnte eine eingelegte Kriegspause jedoch nicht.
Nach dem 2. Weltkrieg war es Josef Kleeschule, der schon 1945 die alten Spielkameraden wieder zusammenrief und bereits mit Josef Hoffmann als Tambourmajor 1946 auf dem Feuerwehrfest erst mal wieder aufgetreten wurde.
1952 wurde Fritz Krämer Tambourmajor, es begann die Zeit, in der das Meggener Tambourcorps bei Wettstreiten in der Umgebung gefürchtet war. Besonders war dies der Fall bei einem internationalen Wettstreit in Ochtrup, als das Corps in der Gesamtwertung eine Goldmedaille errang. Außerdem erhielten im Solistenspiel Josef Daum eine Gold- sowie Peter Wagener eine Silbermedaille.
Proben und Wettstreite....
Die wöchentlichen Proben waren jahrzehntelang jeden Sonntag um 13.00 Uhr. Erst 1980 wurde der Sonntag als Probentag abgeschafft. Es war schon eine harte Lehre: Einer machte es vor und die anderen halfen- ob nun einzeln oder zusammen- so lange zu flöten und zu trommeln bis das Stück auswendig saß. Kein Vergleich mit der heutigen Ausbildung nach Noten und Lehrgängen. Doch die damalige Praxis zahlte sich aus! Das Jahr 1956 stand unter der Überschrift: "Fünf auf einen Streich" Beim Wettstreit in Oberelspe hatten 22 Musiker in der ersten Klasse alle fünf 1. Preise gewonnen. 40 Jahre später konnte an gleicher Stelle ein ähnlich guter Erfolg gefeiert werden.
Von Spielmannszug zum Tambourcorps...
1963 wurde Johann Hellermann Tambourmajor und blieb es 20 Jahre. Während seiner Amtszeit musizierte 1975 Anneliese Mette als erstes Mädchen mit. Seit dieser Zeit spricht man in Meggen auch nicht mehr von einem Spiel-Manns-Zug sondern von einem Tambourcorps. Heute ist der Verein ohne aktive Frauen und Mädchen nicht mehr vorstellbar. Mittlerweile hat das Tambourcorps auf vielen Schützenfesten in der Umgebung seine Visitenkarte abgegeben.
Das Tambourcorps auf dem Weg ins neue Jahrtausend...
1984 wurde Friedhelm Daum Tambourmajor. Ihm folgte 1999 Bernd Puspas bis 2001, als kurzzeitig Martin Budel die Stabführung übernahm, der jedoch bereits 2002 das Amt an Bernd Puspas zurückgab.
Bei den vielen Auftritten im Ort und darüber hinaus ist man steht's bemüht, geeigneten Nachwuchs zu finden. Allerdings haben Jungendliche im Vergleich zu früher gleich mehrere Hobbys. Trotzdem kann man sich ab dem Jahr 2000 über eine sehr gute Resonanz freuen und verfügt über eine recht große und gut organisierte Jugendgruppe.
Qualifizierte Ausbildung unter junger Führung...
Im Jahre 2004 übernimmt Thomas Krippendorf, der bereits seit einigen Jahren Trommler im Verein war und dem Musikverein Langenei als Schlagzeuger angehört, die musikalische Leitung des Vereins. Damit hat das Tambourcorps Meggen den wohl jüngsten Tambourmajor in der Umgebung. Die Ausbildung der Jungendlichen wird nach wie vor von vereinseigenen Ausbildern durchgeführt. Nicht nur die Schulung auf dem Instrument, sondern vor Allem auch eine musiktheoretische Grundbildung gehören mittlerweile zum Standart.
Das Jahr 2005
Zum Meggener Schützenfest 2005 wurde die Uniform um einheitliche Blousons, sowie Schulterklappen erweitert.
Im November geht die Homepage des Tambourcorps online
Auf der Generalversammlung werden der 1. Vorsitzende Bernd Krippendorf, die Schriftführerin Barbara Sondermann und der Kassierer Christof Brüggemann wiedergewählt. Falko Winkel wird für 25 jährige Mitgliedschaft im Tambourcorps geehrt, Bernd Puspas wird für 40 jährige Tätigkeit im Tambourcorps ausgezeichnet und erhält eine Ehrenurkunde des Volksmusikerbundes NRW.
2006
Ein Brustabzeichen mit dem Vereinslogo komplettiert die "neue" Kleiderordnung
Das Tambourcorps feiert an Christi Himmelfahrt sein erstes Vatertagsfest auf dem Saal in Meggen. Trotz des relativ schlechten Wetters fand das Fest guten Anklang und wird 2007 wieder stattfinden.
Das Corps nimmt in diesem Jahr an 5 Freundschaftstreffen teil. Die Planungen für das eigene Freundschaftstreffen im nächsten Jahr (105 Jahre TC Meggen) laufen.
Auf der Jahreshauptversammlung steht der Posten des 2. Vorsitzenden zur Wahl. Heike Wirth stellt sich nach langjähriger Vorstandstätigkeit nicht mehr zur Wahl. Vorgeschlagen wird Christoph Martin, der einstimmig von der Versammlung zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt wird. Für 10 Jährige Mitgliedschaft im Tambourcorps erhalten Kathrin Budel, Karin Winkel und Tambourmajor Thomas Krippendorf die bronzene Ehrennadel des Volksmusikerbundes. Ulrich Stemmer ist 40 Jahre Mitglied im Tambourcorps. Jugendwart Magnus Färber rückt als Vertreter aus Meggen in den Vorstand des Stadtverbandes der Lennestädter Spielmannszüge in Funktion als Beisitzer. Achim Thiele ist nach jahrelanger Tätigkeit als Kassierer des Stadtverbandes aus dem Vorstand ausgeschieden.